Kammerchor Wendland

The Sacrded Veil

You rise, I fall...

The Sacred Veil – Der heilige Schleier

Für dieses Projekt suchen wir 1 tiefen Bass und 1 tiefen Alt

Bist Du eine erfahrene Chorsänger:in und hast Lust, bei diesem Projekt mitzusingen? Melde Dich gerne unter: kontakt@kammerchor-wendland.de

The sacred veil

So weit im Leben und so nah am Tod, [...]*. Diesem sensiblen Thema versuchen wir uns als Kammerchor Wendland zu nähern. In 2026 planen wir die Aufführung des Werkes The Sacred Veil von Eric Whitacre für gemischten Chor, Cello und Klavier. Der Künstler Harm Bremer wird dazu Licht-Installationen entwerfen.

In dem Werk schildert Charles Anthony Silvestri seinen sehr persönlichen Weg der Trauer und Trauerverarbeitung nach dem Verlust seiner Frau durch eine Krebserkrankung. Er wählte dazu die Form des Gedichtes, ließ in den Texten auch seine Frau selbst und den Komponisten zu Wort kommen. Aus der mehrjährigen Zusammenarbeit der beiden Freunde entstand die zwölfgliedrige Komposition The Sacred Veil.

Mit The Sacred Veil stellt sich der Kammerchor Wendland die Aufgabe, der Frage des Lebens, des Sterbens und des Todes im inneren Nachspüren in Klang- und Lichträumen Zeit und Raum zu geben. Alle Menschen, die sich darin berühren lassen wollen, sind herzlich eingeladen.

Wir freuen uns sehr, dass wir den Hospizverein Lüchow-Dannenberg als Kooperationspartner gewinnen konnten.

(Grafik: Sabine Gasser)

 

Matinee zum Thema Tod und Sterben

22. März 2026 • Dannenberger Ostbahnhof (Anfahrt hier)

Am 22. März  wird es im Dannenberger Ostbahnhof um 11.00 Uhr eine  mit einem Vortrag zum Thema „Tod und Sterben“ vom Hospizverein Lüchow-Dannenberg geben. Wir singen dort einige Stücke Stücke aus „The sacred Veil“ . Seien Sie herzlich eingeladen.

Geplante Aufführungen

19.09.26 • 19 Uhr • Neu Kalliß, Papierfabrik
20.09.26 • 19 Uhr • Lüchow, St. Johannis 
07.11.26 • 17 Uhr Verdo,  Hitzacker
08.11.26 • 17 Uhr •  Kunsthaus Salzwedel 
alles voraussichtlich auf Hutkasse

Machen Sie The Sacred Veil möglich

Ein Projekt wie dieses lebt von vielen, die es gemeinsam tragen. Wir suchen rund 333 Menschen, die uns mit je 33 € unterstützen. Jede Spende hilft, Klang- und Lichträume entstehen zu lassen, in denen wir der Frage nach Leben, Sterben und Tod nachspüren können.

Unterstützen Sie uns – damit The Sacred Veil im Wendland erklingen und leuchten kann.

Spendenkonto:
Hospizverein Lüchow-Dannenberg e. V.
Verwendungszweck: The Sacred Veil
Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg
IBAN: DE41 2585 0110 0042 0002 32
BIC: NOLADE21UEL

Das sagen Chorsänger:innen über das Stück

Birgit (Sopran)

Neben der Geburt neuen Lebens ist das Sterben ein Ereignis, welches die tiefsten und wahrhaftigsten Räume in uns öffnet. 
Diesen Räumen mit Klängen Ausdruck zu verleihen, ist Eric Whitacre gelungen. Sie sind es wert, gesungen und gehört zu werden!

Felice (Alt)

The Sacred Veil“ ist ein Werk, das mich tief berührt. Bis jetzt haben wir in Dannenberg nur den letzten Satz gesungen – und schon dieser Ausschnitt geht mir unglaublich nahe. Obwohl das Stück vom Sterben erzählt, schenkt es Trost und Hoffnung: Mit dem Tod ist nicht alles vorbei.

P. (Tenor)

In der Begleitung einer krebskranken Freundin hofften wir alle immer wieder auf ein Heilungswunder - bis wir kurz vor ihrem Tod begriffen, dass das Wunder bereits da war, nämlich in ihrem Hier-Gewesen-Sein auf dieser Welt – mit uns und all dem , womit sie sie bereichert hat. Das machte es leichter, im Tod selbst ein Stück Heilung für sie zu sehen und darauf zu vertrauen, dass die Seele den Weg dorthin kennt.

In "Child of Wonder", dem  letzten Lied des "Sacred Veil-Zyklus´ ", schimmert für mich diese Thematik besonders durch:

"stars and moons will guide you
down the stream...
welcome home my child
welcome home"

Matinee in Dannenberg am 22.03.2026

Während auf den Strassen und in den Geschäften Dannenbergs am Sonntag, dem 22.3.26, reges Treiben im Rahmen des Ostermarktes herrschte, fand im Dannenberger Ostbahnhof eine Veranstaltung statt, die alle Anwesenden zutiefst berührte und die es wert ist, hier auch im Nachgang erwähnt zu werden: der Hospizverein Lüchow-Dannenberg hatte zu einer Matinee mit Vortrag zum Thema „Trauerbewältigung“ (Referentin war Frau Ute Wegner) eingeladen, der musikalisch vom Kammerchor Wendland unter der Leitung von Evelyn Hartmann umrahmt wurde.

Der Tod eines nahestehenden Menschen löst Schmerz und Trauer aus, Gefühle, die individueller nicht sein könnten. Entsprechend individuell sind auch die Möglichkeiten der Trauerbewältigung, wie Ute Wegner in ihrem kurzweiligen, inspirierenden Vortrag herausarbeitete. Sie gab u.a. Einblicke in theoretische Modelle zum Umgang mit Tod und Trauer wie z.B.das der 4 Phasen „Schmerz, Wut, Zorn, Freude“ oder das von Elisabeth Kübler-Ross mit „Verleugnung, Wut, Verhandeln, Depression, Akzeptanz“.

Alle Gefühle dürfen gleichermaßen da sein, wahrgenommen werden, verfolgen nicht einen bestimmten linearen Ablauf, sondern kehren eher in unregelmäßigen Abständen wieder, die anderen Gesetzen als denen der Logik folgen. Auch machte sie die theoretischen Grundlagen durch lebendige Beispiele immer wieder sehr anschaulich und nachvollziehbar, verwies auf die Möglichkeit professioneller Begleitung durch den Hospizverein z.B. bei den regelmäßigen Treffen im Trauercafe (Gemeindehaus St.Johannis in Lüchow). Dabei betonte sie die Bedeutung von kreativen Ausdrucksmethoden wie Schreiben, Malen, Musizieren und stellte so die Verbindung zu dem aktuellen Projekt des Kammerchores Wendland her : THE SACRED VEIL – DER HEILIGE SCHLEIER, ein Werk von Eric Whitacre, der die Gedichte seines Freundes Charles Anthony Silvestri vertonte. Diese Gedichte entstanden im Rahmen seines sehr persönlichen Weges im Umgang mit der Krebserkrankung seiner Ehefrau bzw. der Trauer nach ihrem Tod.

Der gemischte Chor wurde am Cello von Marion Kuenzer und am Klavier von Isabel Joekel so einfühlsam begleitet, dass die Klangverflechtungen von Stimmen und Instrumenten im Raum für das Publikum tief spürbar, ja nahezu sichtbar wurden. Schon das erste der 3 vorgestellten Lieder des 12 teiligen Zyklusses zog das Publikum in seinen Bann:

„Bei jeder Geburt und jedem Tod wird der heilige Schleier zwischen den Welten dünner und hebt sich ein wenig, 

gerade lange genug, dass die Liebe hindurchschlüpfen kann,

leise, entweder hinein in unsere zerbrechliche, flüchtige Welt

oder hinaus aus ihr, wo hier wie dort sie eine neue Heimat findet.

Und die wir lieben, kommen uns nah; in verzückter Erwartung oder in matter Dankbarkeit stehen sie da.

Die wir lieben, stehen so nah, genau hier, genau auf der anderen Seite der Ewigkeit.“

(Übersetzung des engl. Originaltextes).

Frau Wegner gab einfühlsam mit ihrer Aussage „wie fange ich jetzt nach diesem schönen Stück das Reden an?“ die Stimmung im Saal wider und fand dann einen wunderbaren Einstieg in ihren Vortrag, holte die Anwesenden mit ihrer Authentizität gut ab und nahm sie mit in ihre Gedankenwelten.

Abgerundet wurde der Vortrag durch eine rege Beteiligung des Publikums mit Fragen an die Referentin und mit persönlichen Gedanken zum Thema.

Das Gesamtwerk von Eric Whitacre wird vom Kammerchor Wendland in weiterer Kooperation mit dem Hospizverein Lüchow-Dannenberg im Herbst an verschiedenen Orten der Region aufgeführt werden. Dr.med.Petra Damaschke

Zeitungsartikel zum Konzert des Kammerchores in DannenbergDer Kammerchor Wendland singt in Dannenberg The sacred weil von Withacre